Strapazierfähigkeit

Strapazierfähigkeit von Polsterstoffen

Polsterstoffe unterscheiden sich von Dekorations- oder Bekleidungsstoffen ganz gravierend in der Beschaffenheit und Zwirnung der Garne, der Materialzusammensetzung, der verwendeten Farben und nicht zuletzt durch spezielle, sehr dichte Webungen.
Es gibt Polsterstoffe als Flachgewebe mit aufgedruckten oder eingewebten Mustern unterschiedlichster Farbkombinationen und Veloure oder Rips-Stoffe, Ottomane oder Samte und eine Reihe weiterer Möglichkeiten. Die Stoffe bestehen aus Baumwolle, Wolle, Seide, Karpok, Rosshaar, Viskose, oder aus Polyester, Polyethylen, TreviraCS, Nylon, Dralon, Dolan und ähnlichen Natur- oder Kunstfasern, oder deren Kombinationen.
Eine Besonderheit stellen die Microfaser-Stoffe dar. Diese Kunstfasern sind mindestens 4x dünner als ein menschliches Haar, oftmals noch sehr viel dünner. Früher konnte man mit ein wenig Erfahrung die Strapazierfähigkeit eines Stoffes erfühlen. Heute sind die dünnsten Stoffe, eben jene Microfaser-Stoffe, die strapazierfähigsten Stoffe die es gibt.

Man kann jedoch die Haltbarkeit von Stoffen mit einem Test - Martindale-Test - relativ objektiv bestimmen. Bei diesem Test wird der Stoff aufgespannt, ein Klötzchen reibt mit bestimmtem Druck und bestimmtem Weg über den Stoff und wenn der erste Faden reisst ist der Test beendet.

Vernünftige Polsterstoffe beginnen bei etwa 8000 Scheuertouren nach Martindale. Stoffe die im allgemeinen Wohnbereich eigesetzt werden sollten jedoch mindestens 12000, besser mehr Scheuertourenleistung aufweisen. Bei stark beanspruchten Möbeln dürfen es auch gerne über 25000 Scheuertouren sein.
Es gibt mittlerweile Stoffe die bis über 100000 Scheuertouren aufweisen.

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